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Als Vorbild dient der Gießkannenschwamm

Ein bayerischer Projektverbund erforscht, wie biologische Vorbilder für technische Innovation genutzt werden können. Dabei geht es vor allem um nachhaltige und gleichzeitig bessere Produkte.

24.07.2019
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Als Vorbild dient der Gießkannenschwamm (Bild: Bionicum/Steffi Apenburg)

Mehrere bayerische Hochschulen und Universitäten – TH Deggendorf, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), Bionicum Nürnberg, Universität Bayreuth, TUM Straubing und TH Nürnberg – bündeln ihre Kompetenzen im Projektverbund BayBionik – Von der Natur zur Technik . Im Rahmen des Projekts sollen nach dem Vorbild der Natur technische Produkte umweltverträglich, ressourcenschonend und energiesparend hergestellt werden.

Unter anderem wollen die WissenschaftlerInnen bioinspirierte „Glasfaserkabel“ aus umweltfreundlichen, ungiftigen und biologisch abbaubaren Substanzen herstellen. Als Vorbild für die Fasern dient dabei der Gießkannenschwamm, dessen Glasnadeln Licht leiten können; bei der Hülle kommt die robuste und flexible Spinnenseide zum Einsatz. Zu den Entwicklungszielen gehören außerdem selbstreinigende, nachhaltige Oberflächen für die Automobilbranche oder den Schiffsbau, des Weiteren Biokeramik nach dem Vorbild von Perlmutt und beweglichere Gelenke für Cobots, die sich am flexiblen Eulenhalsgelenk orientieren. Das Besucherzentrum Bionicum im Tiergarten Nürnberg begleitet die Projekte und macht die Bionik-Forschung für die Öffentlichkeit erlebbar. Der Projektverbund wird vom bayerischen Umweltministerium mit 1,8 Mio. Euro gefördert.

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