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Künstliche Intelligenz

Astronauten auf dem Arbeitsamt?

So weit wird es wohl nicht kommen, auch wenn das Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) auf der HANNOVER MESSE 2019 eine neue Generation autonomer Weltraumroboter präsentiert.

27.03.2019
DFKI-Rover-SherpaTT
DFKI Rover SherpaTT

Während derzeit Roboter im Weltraum meist noch passive Beobachter sind oder allenfalls durch den Menschen von der Erde aus gesteuert werden, sollen sie - geht es nach dem DFKI - schon bald eigenständig und über lange Zeiträume hinweg unter den extremen Bedingungen des Weltraumes operieren. Das Robotics Innovation Center des DFKI entwickelt aktuell wegweisende Hardware- und Softwarekonzepte, die im Rahmen so genannter Analogmissionen auf der Erde getestet werden. Die beteiligten Wissenschaftler präsentieren ihre Forschungsarbeit sowie robotische Weltraumsysteme auf dem DFKI-Stand in Halle 2.

Vor allem weil die Fernsteuerung eines Roboters von der Erde aus wegen der verzögerten Kommunikation zu weit entfernten Himmelskörpern nicht praktikabel ist, sollen künftige Weltraumroboter zu selbstständig handelnden Akteuren werden. Das DFKI Robotics Innovation Center in Bremen entwickelt deshalb unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Frank Kirchner autonome Robotertechnologien für den Weltraumeinsatz, die dank einer Vielzahl unterschiedlicher Sensoren ihre Umwelt umfassend wahrnehmen sollen. Methoden und Algorithmen der künstlichen Intelligenz, beispielsweise maschinelle Lernverfahren, sollen es den Robotern nicht nur ermöglichen, eigenständig zu handeln und Entscheidungen zu treffen, sondern auch aus dem eigenen Verhalten zu lernen. Denn nur auf diese Weise, so die Bremer Forscher, sei ein Einsatz im Rahmen planetarer und orbitaler Missionen über längere Zeiträume und ohne Eingreifen des Menschen möglich.

Die Roboter sollen jedoch keineswegs - wie es die Überschrift in den Weltraum stellt - Astronauten ersetzen, sondern vielmehr mit ihnen im Weltraum direkt zusammenarbeiten können, beispielsweise beim Aufbau von Infrastruktur. In Hannover zeigt das DFKI, wie es in diesem Kontext auf unterschiedliche Grade der Autonomie setzt: Je nach Komplexität der Aufgabenstellung soll der Roboter mehr oder weniger autonom agieren können. Wenn der Roboter nicht weiterkommt, soll der Astronaut eingreifen und ihm neue Verhaltensweisen beibringen. Zudem erforscht das DFKI für eine gelingende Zusammenarbeit von Mensch und Maschine neue Verfahren der Intentionsanalyse und -erkennung, mit denen sich zum Beispiel anhand physiologischer Daten die Gefühlslagen und Zustände des menschlichen Kollegen erfassen und in die Handlungsplanung beziehungsweise die Handlungsoptimierung des Roboters integrieren lassen.

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