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HANNOVER MESSE 2020, 20. - 24. April
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Künstliche Intelligenz

Die Neuen

Deutschland braucht Gründer – vor allem im B2B-Bereich, in der produzierenden Industrie. Die x-te Bestell- oder Restaurant-App helfen der Wirtschaft nicht bei der Digitalisierung. Die HANNOVER MESSE bietet jungen Unternehmen die Chance, ihre Ideen zu präsentieren. TruPhysics hat sie ergriffen.

27.02.2019
Die-Neuen
Albert Groz (4. von links, sitzend) und sein Team

Albert Groz und seine Kollegen von TruPhysics wissen, wie man Messebesucher an den Stand lockt: Ein Roboter, der Cocktails mixt, ist ein Magnet – nicht nur bei den großen Roboterbauern. TruPhysics aus Stuttgart stellte dieses Jahr das erste Mal auf der HANNOVER MESSE aus, gemeinsam mit DXC Technology. Stressig, so eine Messewoche, denn Groz war als Gründer nicht nur bei Kunden und Investoren, sondern auch als Interviewpartner in Livestreams gefragt.

Unsere Lösung ist kein Design-Studio, sondern ein Proof of Concept.

Albert Groz

„Die Dimensionen der Messe und die vielen Standpartys bleiben im Kopf “, erklärt Groz und grinst dabei. „Auf den Partys konnten wir die besten und meisten Kontakte machen“, berichtet der Gründer, der Industriekunden sucht. Sein Angebot: Das Unternehmen TruPhysics wurde 2015 aus dem Institut für Automatisierung und Softwaretechnik der Universität Stuttgart heraus gegründet. Heute arbeitet Albert Groz mit 14 Kollegen an der Simulation für die Prozesse der Zukunft – in Augmented Reality. Er nennt das AR-Plattform und bindet die Applikationen in den Bereichen Sales und Service ein.

„Unsere AR-Plattform geht noch einen Schritt weiter als viele AR-Agenturen und AR-Designer“, versichert Groz im Videointerview mit diesem Magazin. „Mit unseren Applikationen bekommen Sales- und Serviceprozesse eine völlig neue Dimension. Unsere Augmented-Reality-Lösungen sind auf interne Prozesse zugeschnitten und lassen sich dadurch skalierbar im täglichen Arbeitsalltag einbinden“, erklärt er selbstbewusst und das kann er auch sein. Zu den Kunden von TruPhysics zählen laut Website Porsche, Daimler, Festo, der Messtechnikspezialist Faro, die Chirurgie-Sparte Aesculap von B. Braun Melsungen und der Greifspezialist Schunk aus Lauffen am Neckar.

Seine Kundenzielgruppe trifft er auf der Messe. „Wir konnten sehr viele Kontakte zu potenziellen Investoren und Kunden knüpfen. Hier konnten bereits Projekte abgeschlossen werden und einige befinden sich aktuell noch in Arbeit“, berichtet Groz stolz.

„Wir haben den Bedarf erkannt, ein Werkzeug für Vertriebsmitarbeiter oder Industrieanwender zu entwickeln, um durch eine interaktive Visualisierung komplexe technische Inhalte darzustellen und Produktgruppen AR-basiert zu konfigurieren“, preist Groz sein Produkt im Interview an. Das besondere an der Lösung: Groz und sein Team haben jahrelange Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich Robotik, VR und Simulationslösungen gesammelt. Zudem haben sie umfängliche Kontakte, um Prozessschnittstellen zu ERP- und CAD-Systemen zu ermöglichen. „Wir stellen nicht nur einfach 3D-Modelle dar, sondern hinterlegen Funktionseigenschaften wie Kinematik- und Verknüpfungslogik. Zusätzlich binden wir Schnittstellen zu internen Systemen ein und ermöglichen durch unsere ShareDesk-Funktion eine ganzheitliche kollaborative Lösung“, erklärt Groz sein Alleinstellungsmerkmal. Der Anwender kann in der AR-Anwendung sogar Inhalte erzeugen und bearbeiten. „Unsere Lösung ist kein nettes AR-Spiel, sondern eine Anwendung für Industrie- und Maschinenbaukunden mit einem enormen Mehrwert“, fasst der Gründer zusammen.

Diesen Beweis will er nächstes Jahr wieder auf der Messe präsentieren. „Wir wollen den Fokus eher auf Kooperationen mit großen Firmen legen und gemeinsam mit diesen auf dem Messestand ausstellen.“ Und die Startup-Area der HANNOVER MESSE 2019 – was muss sich ändern? „Ich wünsche mir für die anderen jungen Unternehmen vor Ort mehr Kooperationsmöglichkeiten mit den Großen der Branchen und eine bessere Verpflegung.“

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