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Neue Verfahren verringern den Wasserbedarf im Bergbau

Bei der Förderung mineralischer Erze wird viel Wasser benötigt. Ein digitales System soll die Materialgewinnung effizienter machen und den Frischwasserverbrauch senken.

10.04.2019
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Neue Verfahren verringern den Wasserbedarf im Bergbau (Bild: HZDR/Detlev Müller)

Forscher der Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) haben eine Optimierung für den Wasserverbrauch in der Bergbauindustrie entwickelt . Mit dem Verfahren soll sich das Wasser, anders als bisher, mehrmals verwenden lassen, ohne dass es bei der Erzanreicherung zu Verlusten kommt. Basis sind eine digitalisierte Echtzeit-Überwachung und eine Prozesssimulation. Als Ausgangspunkt wählten die Forscher die Förderung des Minerals Fluorit. Dessen Anreicherung erfolgt im Flotationsverfahren, der typische Wasserverbrauch liegt bei bis zu 4.000 Litern pro geförderter Tonne.

Ein Problem bei der Verwendung von Gebrauchtwasser ist die mögliche Behinderung der Hydrophobierung des Fluorids durch im Wasser enthaltene chemische Stoffe. Nach einer Erfassung der Wechselprozesse im Labor übertrugen die Forscher ihrer Ergebnisse zur digitalisierten Steuerung der Aufbereitungsprozesse in die Simulations-Software HSC Sim , die das Management der Wiederverwendung von Wasser bei gleichbleibender Effizienz der Aufbereitung erlaubt. Weitere geplante Prozessoptimierungen könnten den Verbrauch sogar auf weniger als 1.000 Liter pro Tonne senken.

Auch in anderen Industriebereichen ist Nachhaltigkeit ein relevantes Thema: Der tschechische Automobilhersteller Škoda recycelt bereits 42 % seines jährlichen Wasserbedarfs .

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