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Supply-Chain-Management verlagert sich auf Plattformen

Während große Unternehmen das Potenzial von digitalisierten Lieferketten schon für sich entdeckt haben, droht der Mittelstand den Anschluss zu verlieren. Zugleich wachsen die SCM-Plattformen.

22.03.2018
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Supply-Chain-Management verlagert sich auf Plattformen (Grafik: BME e.V.)

In der Lieferkette müssen große Konzerne und kleine Zulieferer möglichst reibungslos zusammenspielen. Allerdings „geht die Schere zwischen KMU und Großbetrieben weiter auseinander“, wie Prof. Holger Müller von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig bei der Vorstellung des BME-Barometers Elektronische Beschaffung 2018 in Leipzig konstatierte. Eine digitalisierte Supply Chain sei „kein Selbstläufer“, betonte auch Dr. Silvius Grobosch , Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V.: „Vor allem Mittelständler tun sich damit noch schwer.“

Dabei wächst der Druck aus dem Markt beständig, auch weil sich digitale Supply-Chain-Lösungen derzeit deutlich in Richtung umfassender, kollaborativer Plattformen entwickeln. Erst im Februar stellte etwa SupplyOn eine Track-and-Trace-Lösung für die gesamte Lieferkette vor: Real-Time Visibility kann praktisch in Echtzeit anzeigen, wo sich eine bestimmte Ware gerade befindet, ob auf dem Land oder zu Wasser, und zwar allen Beteiligten in der Supply Chain. Die Datenanbindung geschieht einfach via EDIFACT, IDOC oder über eine API. Kurz darauf gab der Anbieter von Supply-Chain-Kollaborationslösungen für die Fertigungsindustrie mit Schwerpunkt Automotive, Railway und Aerospace die einvernehmliche Übernahme von Euro-Log bekannt. Damit erweitert SupplyOn sein Portfolio um ein etabliertes und gleichfalls cloudgestütztes Transport-Management . Euro-Log soll jedoch als eigenes Unternehmen mit eigener Lösung erhalten bleiben.