HERMES AWARD 2026
Wer gestaltet die Zukunft der Industrie? Erleben Sie live auf der HANNOVER MESSE 2026, wie bahnbrechende Innovationen ausgezeichnet werden – und erhalten Sie Einblicke in Technologien, die ganze Branche verändern. Die 23. Verleihung des HERMES AWARD findet im Rahmen der Eröffnungsfeier der HANNOVER MESSE am 19. April 2026 statt.
HERMES AWARD Gewinner 2026
Schaeffler gewinnt den HERMES AWARD 2026
In diesem Jahr geht der renommierte HERMES AWARD an Schaeffler. Der Konzern erhält diesen begehrten Innovationspreis für eine Plattform für hochintegrierte Aktuatoren. Eine unabhängige Jury unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, ermittelte den Sieger unter drei nominierten Unternehmen. Die Preisübergabe erfolgte im Rahmen der feierlichen Eröffnung der HANNOVER MESSE am 19. April 2026 durch Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, im Beisein des Bundeskanzlers Friedrich Merz.
Prämiert wurde eine Plattform für hochintegrierte Aktuatoren, welche speziell für die Anwendung in den Gelenken von humanoiden Robotern konstruiert wurde. Die Plattform umfasst hocheffiziente Servo-Elektromotoren mit integrierter Leistungselektronik sowie Encodern und lässt sich je nach Kundenanforderung mit zweistufigen Planetengetrieben oder Wellgetrieben konfigurieren. Bei der Entwicklung der Aktuatoren wurde konsequent das Ziel eines minimalen Bauraums und eines hohen Dauer-Drehmomentes verfolgt.
Im Vergleich zu den neuesten Lösungen am Markt konnte der Bauraum um rund 20 Prozent reduziert werden. Um ein niedriges Temperaturniveau bei hohen Drehmomenten zu gewährleisten, wurde der Kupferfüllfaktor in der rahmenlosen PSM-Maschine erhöht. Die Aktuatorplattform senkt die Systemkosten deutlich und schafft damit eine zentrale Voraussetzung für die schnelle Skalierung der Servicerobotik. Die Plattform ist ein zentraler Baustein, damit die Robotik im Zusammenspiel mit dem hervorragenden Ökosystem aus starker Industrie und produzierendem Gewerbe ihr riesiges Potential entwickeln kann.
HERMES Startup AWARD Gewinner 2026
Schweizer Startup BTRY erhält den HERMES Startup AWARD 2026
In diesem Jahr erhält ein junges Unternehmen aus der Schweiz den begehrten HERMES Startup AWARD. Die Gründer überzeugten die unabhängige Jury mit den von ihnen entwickelten ultradünnen, vollständig flexiblen Feststoffbatterien. Bei dem ausgezeichneten Produkt handelt es sich um ultradünne Festkörperbatterien. Diese vereinen schnelles Laden, hohe Temperaturbeständigkeit und große Sicherheit und übertreffen damit herkömmliche Lithium-Ionen-Zellen.
Durch die Übertragung von Produktionstechnologien aus der Halbleiterindustrie auf die Batterieherstellung gelingt BTRY ein entscheidender Fortschritt im globalen Trend hin zu kleineren, sichereren und langlebigeren Energiespeichern, die die nächste Generation smarter Geräte ermöglichen. Dazu zählen drahtlose IoT-Sensoren, Wearables sowie Anwendungen in der Medizintechnik.
Der Produktionsprozess kommt vollständig ohne toxische Lösungsmittel aus und zeichnet sich durch einen geringen Materialverbrauch aus. Die Batterien sind bis zu Temperaturen von 150 °C einsetzbar und können bereits ab einer Dicke von nur 0,1 mm innerhalb einer Minute vollständig auf- und entladen werden.
Die Jury für den HERMES AWARD 2026
Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft
Institutsleitung des Fraunhofer IWU
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Thyssenkrupp AG
Vizepräsidentin Outreach der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Institutsleitung des Fraunhofer IAF
Institutsleitung des Fraunhofer IML
Head of Digital Design Manufacturing and Services der Airbus SE
Vorstand der VolkswagenStiftung
Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeine Zeitung
Chefredakteur der VDI Nachrichten
Chefredakteur des Industrieanzeiger
Chefredakteur des MM MaschinenMarkt
Institutsleitung des Institut für Elektroprozesstechnik der Leibniz Universität Hannover
Leitung Hochschulkooperationen der Fraunhofer-Gesellschaft
HERMES AWARD 2026 - Nominierungen
Bei dem nominierten Projekt handelt es sich um hochintegrierte Manifolds, das heißt mehrlagige Kunststoff‑Verteilerplatten, die Flüssigkeiten steuern, dosieren, mischen und sensorisch erfassen. Im Vergleich zu herkömmlichen Kanalplatten, die überwiegend passive Verteilerfunktionen übernehmen, integriert das Festo‑Manifold aktive Funktionen auf engstem Bauraum: optimierte Mischkanäle, medientrennende Ventiltechnologien mit minimiertem Totvolumen und eingebrachte Sensorik für Temperatur, Durchfluss, Druck, Farbigkeit, pH‑Wert etc. Die Herausforderung lag im Design und der Herstellung der nutzerfreundlichen Plattform. Die technische Neuheit ist die Kombination aus fein strukturierten, mehrlagigen Mikrokanälen sowie integrierten Ventil- und Dosierelementen, direkt eingebetteten sensorischen Messpunkten sowie einem fertigungstechnischen Prozessdesign, das diese Funktionalitäten wirtschaftlich in Serie ermöglicht und damit kompaktere, zuverlässigeren und leichter validiertbare Systeme für Biotech, Medizintechnik und Halbleiteranwendungen ermöglicht.
Nominiert wurde eine Plattform für hochintegrierte Aktuatoren, welche speziell für die Anwendung in den Gelenken von Humanoiden Robotern konstruiert wurde. Die Plattform umfasst hocheffiziente Servo-Elektromotoren mit integrierter Leistungselektronik sowie Encodern und lässt sich je nach Kundenanforderung mit zweistufigen Planetengetrieben oder Wellgetrieben konfigurieren. Bei der Entwicklung der Aktuatoren wurde konsequent das Ziel eines minimalen Bauraums und eines hohen Dauer-Drehmomentes verfolgt. Im Vergleich zu den neuesten Lösungen am Markt konnte der Bauraum um rund 20 Prozent reduziert werden. Um ein niedriges Temperaturniveau bei hohen Drehmomenten zu gewährleisten, wurde der Kupferfüllfaktor in der rahmenlosen PSM-Maschine erhöht. Die Aktuatorplattform senkt die Systemkosten deutlich und schafft damit eine zentrale Voraussetzung für die schnelle Skalierung der Servicerobotik.
Nominiert wurde das Unternehmen für eine elektrische Aufzugssynchronmaschine, die ohne Magnete aus Seltenen Erden auskommt und dabei dennoch eine gleichbleibend hohe Leistung bietet. Die neue Aufzugsmaschine arbeitet mit Ferritmagneten und verzichtet vollständig auf kritische Rohstoffe wie Neodym oder Dysprosium, die bislang aufgrund ihrer hohen Leistungsdichte als unverzichtbar für Hochleistungsantriebe galten. Die Innovation liegt in einem komplett neuen Motordesign. Dadurch bleibt die Drehmomentdichte hoch, die Laufruhe erhalten und die Energieeffizienz auf dem Niveau bisheriger Premiumlösungen. Der Verzicht auf Seltene Erden reduziert die Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen. Ferritmagnete sind hingegen weltweit verfügbar, zuverlässig lieferbar und deutlich umweltfreundlicher in der Herstellung.
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