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Die Windenergie steckt in der Flaute

Seit dem Jahr 2000 sind nicht mehr so wenige Windkraftanlagen in Betrieb genommen worden wie im ersten Halbjahr 2019. Die zuständigen Verbände fordern, den Genehmigungsstau aufzulösen.

12.08.2019
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Die Windenergie steckt in der Flaute (Chart: Deutsche WindGuard GmbH)

Die Deutsche Windguard hat im Auftrag des Bundesverbands Windenergie (BWE) und des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Power Systems (VDMA) ermittelt, wieviel Strom aus Windenergieanlagen im ersten Halbjahr 2019 neu ins deutsche Stromnetz eingespeist wurde. Demnach betrug der Zubau lediglich 287 MW, was einer Zahl von 86 Windenergieanlagen entspricht. Das sind 82 % weniger als im ohnehin schon schwachen ersten Halbjahr 2018. Für das Gesamtjahr 2019 rechnet der BWE maximal mit einem Zuwachs um 1500 MW. Zum Vergleich: In den Jahren 2014 bis 2017 stieg die Menge des Stroms aus Windenergie jedes Jahr durchschnittlich um 4.600 MW.

Laut BWE ist der Hauptgrund für die stockende Inbetriebnahme neuer Anlagen die hohe Zahl an Klagen, die meisten begründen sich auf dem Natur- und Artenschutz. Dahinter folgen militärische Belange und UKW-Drehfunkfeuer, die für die Luftfahrtnavigation benötigt werden. Nach einer Analyse der Fachagentur Wind an Land (FA Wind) wird derzeit gegen mehr als 300 Windenergieanlagen mit insgesamt über 1.000 MW Leistung geklagt. Der Bundesverband Windenergie fordert einen Aktionsplan für mehr Genehmigungen, um die nationalen Ausbau- und Klimaschutzziele für 2030 noch zu erreichen.

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